69. Jahrestagung der Vereinigung Süddeutscher Orthopäden und Unfallchirurgen e.V.

28. April–1. Mai 2021 • Digital

 

Highlights

Mittwoch, 28. April
Dialog “Die Jungen fragen die Alten”

Für die Attraktivität und Weiterentwicklung des Faches, aber auch für die bestmögliche Zukunftsperspektive für junge Ärztinnen und Ärzte, müssen die Generationen voneinander lernen und sich zuhören. Um diesen Austausch auch auf dem Kongress zu fördern, werden sich in diesem Gesprächsformat vier erfahrene Chefärzte den Fragen ihrer jungen Kolleg*innen stellen. Überdies haben alle Teilnehmer der Jahrestagung die Möglichkeit via Chat direkt Fragen zu stellen. Wir freuen uns mit Ihnen in den Dialog zu treten!

Teilnehmer

Prof. Dr. Peter Biberthaler
Prof. Dr. Rüdiger von Eisenhart-Rothe
Prof. Dr. Christian Knop
Prof. Dr. Thomas Wirth

YOUngster's – die studentische Vertretung im Jungen Forum O&U


Donnerstag, 29. April
Podiumsdiskussion des Jungen Forums

Welche Innovationen bringen uns die neuen Medien in der Medizin?
Mit welchem Risiko? Dr. Google vs. Hippokrates

Die Podiumsdiskussion des Jungen Forums greift mit dem Titel „Welche Innovationen bringen uns die neuen Medien in der Medizin? Mit welchem Risiko? Dr. Google vs. Hippokrates“ das Thema Digitalisierung auf. Dabei soll kontrovers die Nutzung der neuen Medien als Informationsgewinn sowohl für Arzt als auch Patient betrachtet und die damit zusammenhängenden Risiken, wie Selbstdiagnose und -therapie beim überinformierten Patienten, hinterfragt werden. Weitere Diskussionspunkte: Telemedizin als neue Behandlungsform, interdisziplinäres Zusammenarbeiten und Netzwerke sowie der „gläserne Patient“. Welche Gefahren bietet hier das Internet? Und welche Angriffspunkte ergeben sich hinsichtlich Datenschutz, Werbung oder Ethik? Veranstaltet wird die Podiumsdiskussion vom Jungen Forum O&U und den YOUngsters O&U – dem Sprachrohr des Nachwuchses. So sollen auch die Probleme durch DSGVO in der Lehre thematisiert werden, ebenso ob das Überangebot an digitalen Weiterbildungsmöglichkeiten den Nachwuchs zu sehr unter Druck setzt oder welche Innovationen der Nachwuchs für die „ältere Generation“ in Bezug auf die neuen Medien hat.

Diskussionsteilnehmer

Dr. Achim Hein hat 20 Jahre Erfahrung im Bereich Digitalisierung im Gesundheitswesen und ist Erfinder des ersten in der Regelversorgung zugelassenen Verfahrens zur digitalisierten Behandlung – der TeleTherapie. 

Birgit Houy ist Studierende der Rechtswissenschaft an der Universität des Saarlandes mit Schwerpunkt Medienrecht und Mitglied der AG Digitalisierung der DGOU. 

PD Dr. Christian Juhra sagt: „Digitalisierung hat das Potenzial uns wieder mehr Zeit für die ´Arbeit am Patienten` zu schaffen. Aktuell hat sie aber noch keinen Einzug in den Klinikalltag gehalten.“ Er ist Assistenzarzt und Mitbegründer der Mediploy GmbH. 

Dr. med. Florian Dittrich ist Gründer der App „Mediploy“, die es Ärzten ermöglichen soll, eine individuelle App zum Beispiel als Behandlungsablauf, für Nachsorgepläne oder als Informationsquelle für ihre Patienten zu erstellen. 

Yasmin Youssef war im letzten Jahr neben dem digitalen Studium mehrere Monate im Rahmen der Corona-Nothilfe der Bundeswehr in der Pandemie-Ambulanz und dem Sichtungs- und Kontrollzelt tätig. Ihr Erfahrungsbericht über die digitale Lehre während der Corona-Pandemie wurde im Deutschen Ärzteblatt publiziert. 


Freitag, 30. April
Podiumsdiskussion in Kooperation mit dem Jungen Forum

„O&U für Jung und Alt“

Gemäß dem Kongressmotto treffen sich hier die Generationen zum offenen „Schlagabtausch“. Zu diskutieren gibt es viele spannende Aspekte, etwa ob „alte Hierarchien“ und ein autoritärer Führungsstil nicht überholt sind, was nicht nur die junge Generation von den „alten Hasen“ lernen kann, sondern auch umgekehrt oder welche Chancen und Risiken ein Generationswechsel mit sich bringt. Und auch die neue Geschlechterverteilung mit mehr Frauen in O&U als jemals zuvor, wird für Diskussionsstoff sorgen. Was sagen langjährige Chefärzte zu Punkten wie familienfreundliches Krankenhaus, Homeoffice, flexiblere Arbeitszeiten, Wiedereinstiegsprogramme, Arbeitszeiterfassung? Wir freuen uns auf spannende Wortmeldungen!

Diskussionsteilnehmer

Prof. Dr. Thomas Wirth freut sich über „tollen und sehr engagierten Nachwuchs in unserem Fach. Insbesondere viele Kolleginnen interessieren sich in den letzten Jahren für die O&U“.“ Er ist Ärztlicher Direktor der Orthopädischen Klinik des Olgahospital Stuttgart, einem der größten Kinderkrankenhäuser Deutschlands, und Kongresspräsident dieser Jahrestagung. 

Prof. Dr. Michael Schädel-Höpfner ist seit 2013 Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Handchirurgie des Lukaskrankenhaus Neuss und in zahlreichen Verbänden und Gesellschaften aktiv. Er ist zum Beispiel 1.Vorsitzender des Verbandes leitender Orthopäden und Unfallchirurgen Deutschlands (VLOU). 

Lea Köster versucht, “dem Beruf der Ärztin möglichst empathisch und offen, aber auch reflektiert und gestaltend entgegenzutreten“. Sie strebt nach Beendigung des Studiums eine Facharztausbildung im Bereich Orthopädie und Unfallchirurgie an. 

Dr. Madeleine Stuber ist Fachärztin für O&U in einer größeren Gemeinschaftspraxis und Mutter von drei Kindern. Sie sagt: „Die Spannungen zwischen älterer und junger Generation empfinde ich als wertvollen Antrieb für Veränderungen.“ 

Dr. Susanna Katharina Ostendorf brachte eine suprakondyläre OA-Fraktur ihres Bruders zur unfallchirurgische Ausbildung mit Erlangung der ZB Spez. UCH im Jan 2020. Aktuell ist sie OÄ am St. Marienhospital in Borken und Vizepräsidentin des Vereins Chirurginnen e.V., der ein Netzwerk von Frauen für Frauen in den schneidenden Fächern ausbilden möchte.